Tag-Archiv für 'di:day'

[DI:Day] 11.1: Know your rights! Rechtshilfeworkshop für neue und alte AktivistInnen

Der WKR-Ball steht wieder ins Haus und somit die alljährlichen antifaschistischen Proteste gegen das braune Auftanzen in der Hofburg. Wir wollen die Mobilisierungsphase nutzen und unser Wissen rund ums Thema Rechtshilfe aufzufrischen und/oder neuen AktivistInnen basics vermitteln. Was darf die Polizei bei Vorfeldkontrollen, wohin mit meinem Handy, Kessel, Schlagstockeinsatz, Tränengas, was mache ich bei einer Festnahme, sind schwarze Schals ein Verstoss gegen das Vermummungsverbot, wie kann die Polizei Kundgebungen auflösen, welchen Zweck hat eigentlich Aussageverweigerung und warum machen Bezugsgruppen nicht nur auf Demos sondern auch in anderen, repressionsgeprägten Zeiten Sinn?

Wir werden uns austauschen, diskutieren, vortragen und uns rechtlich ein bisschen gemeinsam gegen Polizeiwillkür und Repression stark machen!

Dienstag 11.1/ab 20 Uhr
Wipplingerstrasse 23

[Di:Day] Präsentation & Diskussion des WKR-Ball-Nachbereitungsreader

DiDay Okt

[Di:Day] Buchpräsentation: Meine roten Großmütter

Meine roten Großmütter

Buchpräsentation mit Vera Schwarz:

Meine roten Großmütter
Politische Aktivität aus der KPÖ ausgetretener/ausgeschlossener Frauen

In der soeben als Buch erschienenen Diplomarbeit geht es um die Frage politischer Aktivität von Frauen, die von einer dreifachen Unsichtbarkeit betroffen sind: Als Kommunistinnen, Frauen und in weiterer Folge als Ex-Parteimitglieder. In der Arbeit werden nicht nur die Rahmenbedingungen politischer Aktivität im Rahmen der KPÖ (insbesondere für Frauen) ausführlich behandelt, sondern es werden auch mit Hilfe fünf ausführlicher Interviews Beispiele für politische Aktivität nach der KPÖ vorgestellt. Damit bewegt sich die Untersuchung in einem bislang wissenschaftlich kaum erforschten Bereich – eine Garantie für spannende neue Erkenntnisse!

Di, 8.6. 20 Uhr // Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

Zur Seite des Verlags hier

Di:Day: Alte Muster – Neue Feinde?

Alte Muster - Neue Feinde?

Alte Muster, neue Feinde?
Zur Vergleichbarkeit von Antisemitismus und (antimuslimischem) Rassismus

Mit der Eskalation des „Kampfes der Kulturen“ kam es rund um die Jahrtausendwende zu paradoxen Verknüpfungen: Ein antirassistischer Antisemitismus scheint nun genauso möglich wie ein rassistischer Antiantisemitismus. Hinter der Behauptung einer grassierenden „Islamophobie“, die dann auch noch mit dem Antisemitismus gleichgesetzt wird, verschanzen sich oft Islamisten und ihre ApologetInnen. Auf der anderen Seite wird – auch um sich den Rechtsextremismusvorwurf zu ersparen – der Ausschluss von Muslimen immer öfter mit dem Hinweis auf deren Antisemitismus begründet. Während im ersten Fall die Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zwischen Antisemitismus und Rassismus demagogisch überstrapaziert werden, werden im zweiten – oft nicht minder demagogisch – die Unterschiede verabsolutiert und jeder Vergleich als unzulässig bezeichnet. Die vergleichende Analyse von Antisemitismus und Rassismus scheint aber dringend geboten, auch um zeigen zu können, dass Muslime eben nicht die „Juden von heute“ sind.

Di, 11. 5. 2010 – 20:00 Uhr
Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

*Update* DiDay im April: „Aufstand in Sobibor“

Aufstand in Sobibor

Am 14.Oktober 1943 gelang Häftlingen im NS-Vernichtungslager in Sobibor der erfolgreichen Aufstand und Ausbruch. Sobibor wurde von der SS neben Belzec und Treblinka als eines der zentralen NS-Todeslager betrieben. Etwa 250.000 Juden und Jüdinnen wurden hier ermordet, die meisten von ihnen aus Polen, den Niederlanden, Frankreich, Belarus, der Tschechoslowakei, Russland, Litauen und Deutschland/Österreich deportiert. Ausbruchversuche in Kleingruppen oder alleine gab es mehrere, einige davon auch mit Erfolg. 1943 wurden jedoch von einer Gruppe von Gefangenen Pläne zum kollektiven Aufstand erarbeitet, die schließlich in die Tat umgesetzt werden konnten, als jüdische Kriegsgefangene aus der Roten Armee eingeliefert wurden, die den notwendigen Umgang mit Waffen beherrschten.

Thomas (Toivi) Blatt war zur Zeit des Aufstandes 15 Jahre halt und hat neben 53 anderen nicht nur den Ausbruch, sondern auch die Zeit im Versteck während des Nationalsozialismus und des Krieges und der Nachkriegspogrome in Polen überlebt. Aktuell ist T. Blatt Nebenkläger im Prozess gegen John Demjanjuk, Wachmann aus dem Lager Sobibor, der in München stattfindet. T. Blatt lebt in Seattle und Santa Barbara, wo das Interview ihm geführt wurde. Es wird ein Rohschnitt davon gezeigt.