Tag-Archiv für 'antisemitismus'

4.6.: Free Gaza from Hamas!

Die Gruppe AuA! ruft auf zur Beteiligung an der „Free Gaza from Hamas“-Kundgebung am Freitag den 4. Juni am Stock-im-Eisen-Platz. Als Resultat der antisemitischen Artikulationen in den letzten Tagen ist es eine bittere Notwendigkeit, ein entsprechendes politisches Gegengewicht zu formulieren. Besonders die Ereignisse rund um die erste „Friedensdemo“ am Dienstag sowie weitere Übergriffe auf (vermeintliche) Jüd_innen in Wien bestärken die Wichtigkeit der Teilnahme an dieser Kundgebung.
Vermeintlich linke Gruppen, die sich zeitgleich an der Oper treffen, um mit Nationalist_innen und Islamist_innen zusammen gegen die Existenz des jüdischen Staates zu demonstrieren, sind an ihren Taten zu messen und deshalb sicher kein Teil einer emanzipatorischen Bewegung.

In diesem Sinne:
Free Gaza from Hamas!
Freitag, 4. Juni 2010, 15:00 Uhr / Stock-im-Eisen-Platz, 1010 Wien

http://freegazafromhamas.wordpress.com/

Di:Day: Alte Muster – Neue Feinde?

Alte Muster - Neue Feinde?

Alte Muster, neue Feinde?
Zur Vergleichbarkeit von Antisemitismus und (antimuslimischem) Rassismus

Mit der Eskalation des „Kampfes der Kulturen“ kam es rund um die Jahrtausendwende zu paradoxen Verknüpfungen: Ein antirassistischer Antisemitismus scheint nun genauso möglich wie ein rassistischer Antiantisemitismus. Hinter der Behauptung einer grassierenden „Islamophobie“, die dann auch noch mit dem Antisemitismus gleichgesetzt wird, verschanzen sich oft Islamisten und ihre ApologetInnen. Auf der anderen Seite wird – auch um sich den Rechtsextremismusvorwurf zu ersparen – der Ausschluss von Muslimen immer öfter mit dem Hinweis auf deren Antisemitismus begründet. Während im ersten Fall die Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zwischen Antisemitismus und Rassismus demagogisch überstrapaziert werden, werden im zweiten – oft nicht minder demagogisch – die Unterschiede verabsolutiert und jeder Vergleich als unzulässig bezeichnet. Die vergleichende Analyse von Antisemitismus und Rassismus scheint aber dringend geboten, auch um zeigen zu können, dass Muslime eben nicht die „Juden von heute“ sind.

Di, 11. 5. 2010 – 20:00 Uhr
Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

29.3.: NS-Black Metal in der Szene Wien

Am 29.03.2010 finden in der Szene-Wien rechtsextreme Konzerte statt. Es spielen international bekannte NS-Black Metal Bands wie Horna, Taake und Angantyr. Siehe: Konzertankündigung

Mittlerweile abgesagt!

> Statement der Szene Wien dazu
(mehr…)

27.1.: Auschwitzbefreiungskundgebung am Judenplatz

Mittwoch, 27. Jänner: 18 Uhr
Auschwitzbefreiungskundgebung am Judenplatz, 1010 Wien

Am 27. Jänner 1945 befreiten Soldat_innen der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, dessen Name in der Nachkriegsgeschichte zum Synonym des nationalsozialistischen Vernichtungsantisemitismus und dessen Nachwirkungen werden sollte.
Ein weitreichender Moment, doch als Tag, an dem mensch sich auf den Holocaust besinnt, will sich das Datum nicht recht einbürgern. Dafür gibt es zumindest einen vernünftigen Grund: Warum, so lässt sich fragen, soll ausgerechnet in Österreich der Befreiung gedacht werden? Das vermeintliche „Umdenken“ der vergangenen 20 Jahre hat kaum zu einer breit getragenen Gedenk- und Erinnerungskultur geführt. „Auschwitz“ ist ein gemiedener Begriff, mensch tut sich schwer mit der Feststellung, Nachfolgegeneration einer Täter_innen-Nation zu sein. Die schlichte Tatsache, dass in Auschwitz weit über eine Million Menschen systematisch ermordet wurden, scheint so unerträglich zu sein, dass sie in Vergleichen und Gleichwertereien immer wieder minimiert und zum Schweigen gebracht werden muss. Wir als Nachgeborene können uns nicht an die Gewalt, die Auschwitz für seine Häftlinge, deren Familien und Freund_innen bedeutete, erinnern. Doch wir können ihrer Opfern gedenken. Nicht nur am 27. Jänner: Es bedarf weiterer Gedenk- und Kritikmomente, die Teil des Alltags einer Gesellschaft werden, deren stereotype Verfassung in mancherlei Hinsicht dieselbe geblieben ist, seit Auschwitz befreit wurde.
In der festen Überzeugung, dass eine qualitativ andere Zukunft nur durch die Aneignung der Vergangenheit möglich ist, laden wir euch herzlich ein, euch an der Gedenk- und Befreiungskundgebung am 27. Jänner 2009 zu beteiligen.

20.1.: Film und Vortrag „Warum Israel?“

Liebe GenossInnen, liebe FreundInnen,

wir möchten dich/euch auf eine Veranstaltung der Studienrichtungsvertretung Theater-. Film-, und Medienwissenschaften (TFM) hinweisen. Gezeigt wird am Mittwoch 20.1.2010, ab 19.00 Uhr im Schreyvogelsaal in der Hofburg (Aufgang Batthyanystiege) der Film „Warum Israel“ von Claude Lanzmann. Ein Vortrag von tagediebin (McGuffin Foundaition, Hamburg) wird die Aufführung umrahmen.

Anlass für diese Veranstaltung ist die gewaltvolle Verhinderung einer Vorführung im Oktober 2009 in Hamburg. Der Film des früheren Resistance-Kämpfers Claude Lanzmann konnte dort nicht gezeigt werden, weil Kinogäste und -betreiberInnen von linken AntisemitInnen am Betreten des Kinos gewaltvoll gehindert und als „Schwuchteln“ und „Judenschweine“ beschimpft wurden.

Wir möchten dich/euch zum Nachlesen auf die auf die Seite des „Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten“ verweisen, welches sich als Reaktion darauf gründete: http://b-g-h-u.blogspot.com/

Die Studienrichtungsvertretung TFM möchte mit dieser Filmvorführung in Wien ein Zeichen der Solidarität den Kinogästen und -betreiberInnen, aber nicht zuletzt auch dem Regisseur Claude Lanzmann gegenüber setzen. Wir wollen stark dagegen auftreten, dass AntisemitInnen in Deutschland und Österreich, und besonders solche aus der Linken, ihrem antisemitischen und antizionistischen Ressentiment, letztlich mit Gewalt, den Weg bahnen.

Es würde uns sehr freuen dich/euch bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Bitte leitet diese Ankündigung gerne auch an Interessierte weiter. Vielen Dank!

AG Filme gegen Antisemitismus