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Burschi-Broschüre online bestellbar

Völkische Verbindungen Die ÖH-Broschüre „Völkische Verbindungen, Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“, zu der auch die Gruppe AuA! Beiträge geliefert hat, kann ab sofort auch online per Mail bestellt werden. Die entsprechende Adresse lautet: burschibroschuere(at)oeh.univie.ac.at. Anzugeben sind Name und Adresse, näheres dazu hier.
Darüber hinaus kann die Broschüre auch weiterhin heruntergeladen werden. Das Dokument ist 1,4 Mb groß und im pdf-Format verfasst. Den Downloadlink gibts hier.

Di:Day: Alte Muster – Neue Feinde?

Alte Muster - Neue Feinde?

Alte Muster, neue Feinde?
Zur Vergleichbarkeit von Antisemitismus und (antimuslimischem) Rassismus

Mit der Eskalation des „Kampfes der Kulturen“ kam es rund um die Jahrtausendwende zu paradoxen Verknüpfungen: Ein antirassistischer Antisemitismus scheint nun genauso möglich wie ein rassistischer Antiantisemitismus. Hinter der Behauptung einer grassierenden „Islamophobie“, die dann auch noch mit dem Antisemitismus gleichgesetzt wird, verschanzen sich oft Islamisten und ihre ApologetInnen. Auf der anderen Seite wird – auch um sich den Rechtsextremismusvorwurf zu ersparen – der Ausschluss von Muslimen immer öfter mit dem Hinweis auf deren Antisemitismus begründet. Während im ersten Fall die Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zwischen Antisemitismus und Rassismus demagogisch überstrapaziert werden, werden im zweiten – oft nicht minder demagogisch – die Unterschiede verabsolutiert und jeder Vergleich als unzulässig bezeichnet. Die vergleichende Analyse von Antisemitismus und Rassismus scheint aber dringend geboten, auch um zeigen zu können, dass Muslime eben nicht die „Juden von heute“ sind.

Di, 11. 5. 2010 – 20:00 Uhr
Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

*Update* DiDay im April: „Aufstand in Sobibor“

Aufstand in Sobibor

Am 14.Oktober 1943 gelang Häftlingen im NS-Vernichtungslager in Sobibor der erfolgreichen Aufstand und Ausbruch. Sobibor wurde von der SS neben Belzec und Treblinka als eines der zentralen NS-Todeslager betrieben. Etwa 250.000 Juden und Jüdinnen wurden hier ermordet, die meisten von ihnen aus Polen, den Niederlanden, Frankreich, Belarus, der Tschechoslowakei, Russland, Litauen und Deutschland/Österreich deportiert. Ausbruchversuche in Kleingruppen oder alleine gab es mehrere, einige davon auch mit Erfolg. 1943 wurden jedoch von einer Gruppe von Gefangenen Pläne zum kollektiven Aufstand erarbeitet, die schließlich in die Tat umgesetzt werden konnten, als jüdische Kriegsgefangene aus der Roten Armee eingeliefert wurden, die den notwendigen Umgang mit Waffen beherrschten.

Thomas (Toivi) Blatt war zur Zeit des Aufstandes 15 Jahre halt und hat neben 53 anderen nicht nur den Ausbruch, sondern auch die Zeit im Versteck während des Nationalsozialismus und des Krieges und der Nachkriegspogrome in Polen überlebt. Aktuell ist T. Blatt Nebenkläger im Prozess gegen John Demjanjuk, Wachmann aus dem Lager Sobibor, der in München stattfindet. T. Blatt lebt in Seattle und Santa Barbara, wo das Interview ihm geführt wurde. Es wird ein Rohschnitt davon gezeigt.

29.3.: NS-Black Metal in der Szene Wien

Am 29.03.2010 finden in der Szene-Wien rechtsextreme Konzerte statt. Es spielen international bekannte NS-Black Metal Bands wie Horna, Taake und Angantyr. Siehe: Konzertankündigung

Mittlerweile abgesagt!

> Statement der Szene Wien dazu
(mehr…)

27.1.: Auschwitzbefreiungskundgebung am Judenplatz

Mittwoch, 27. Jänner: 18 Uhr
Auschwitzbefreiungskundgebung am Judenplatz, 1010 Wien

Am 27. Jänner 1945 befreiten Soldat_innen der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, dessen Name in der Nachkriegsgeschichte zum Synonym des nationalsozialistischen Vernichtungsantisemitismus und dessen Nachwirkungen werden sollte.
Ein weitreichender Moment, doch als Tag, an dem mensch sich auf den Holocaust besinnt, will sich das Datum nicht recht einbürgern. Dafür gibt es zumindest einen vernünftigen Grund: Warum, so lässt sich fragen, soll ausgerechnet in Österreich der Befreiung gedacht werden? Das vermeintliche „Umdenken“ der vergangenen 20 Jahre hat kaum zu einer breit getragenen Gedenk- und Erinnerungskultur geführt. „Auschwitz“ ist ein gemiedener Begriff, mensch tut sich schwer mit der Feststellung, Nachfolgegeneration einer Täter_innen-Nation zu sein. Die schlichte Tatsache, dass in Auschwitz weit über eine Million Menschen systematisch ermordet wurden, scheint so unerträglich zu sein, dass sie in Vergleichen und Gleichwertereien immer wieder minimiert und zum Schweigen gebracht werden muss. Wir als Nachgeborene können uns nicht an die Gewalt, die Auschwitz für seine Häftlinge, deren Familien und Freund_innen bedeutete, erinnern. Doch wir können ihrer Opfern gedenken. Nicht nur am 27. Jänner: Es bedarf weiterer Gedenk- und Kritikmomente, die Teil des Alltags einer Gesellschaft werden, deren stereotype Verfassung in mancherlei Hinsicht dieselbe geblieben ist, seit Auschwitz befreit wurde.
In der festen Überzeugung, dass eine qualitativ andere Zukunft nur durch die Aneignung der Vergangenheit möglich ist, laden wir euch herzlich ein, euch an der Gedenk- und Befreiungskundgebung am 27. Jänner 2009 zu beteiligen.