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[Di:Day] Präsentation & Diskussion des WKR-Ball-Nachbereitungsreader

DiDay Okt

„Wir sollten mal dringend miteinander reden“-Reader veröffentlicht!

Die Gruppe AuA! und die Autonome Antifa [Wien] veröffentlichen in diesen Tagen den „Wir sollten mal dringend miteinander reden…“– Nachbereitungs- und Diskussionsreader zu den bisherigen Mobilisierungen gegen den WKR-Ball. Der Reader bietet einerseits einen Rückblick auf die bisherigen antifaschistischen Aktivitäten, bilanziert zum anderen aber auch Versäumnisse und Fehler, die weit über die jährliche Antifaveranstaltung hinaus Schwächen und Fehlentwicklungen in der radikalen Linken Wiens offenbaren. Letztlich soll der Reader ein Diskussionsanstoß zu Fragen von inhaltlicher Ausrichtung, politischer Organisierung und linksradikaler Praxis schaffen, was jeweils konkret an den Ereignissen rund um den WKR-Ball aufgezeigt wird. Insofern dürfte das 44-seitige Kooperationsprodukt auch für Menschen, die wenig bis gar nichts mit den Antiburschiaktionen zu tun hatten, lesenswert sein.

Erhältlich ist der Reader ab sofort in den üblichen linken Locations, bei Veranstaltungen der beiden Gruppen oder bei entsprechenden anderen Events. Weiters kann die Publikation auch per Mail unter aua (ät) lnxnt (punkt) org oder afa_wien (ät) riseup (punkt) net bestellt werden.
Feedback zu den aufgestellten Themen und Thesen ist explizit gewüscht, denn Sinn und Zweck des Ganzen ist die Diskussion und Auseinandersetzung zu aufgeworfenen Punkten.

In absehbarer Zeit wird es den Reader hier auch als pdf und ebook geben.

Viel Spaß beim Lesen wünschen,
Gruppe AuA! und Autonome Antifa [Wien]

Nachfolgend noch das Inhaltsverzeichnis:

[Di:Day] Buchpräsentation: Meine roten Großmütter

Meine roten Großmütter

Buchpräsentation mit Vera Schwarz:

Meine roten Großmütter
Politische Aktivität aus der KPÖ ausgetretener/ausgeschlossener Frauen

In der soeben als Buch erschienenen Diplomarbeit geht es um die Frage politischer Aktivität von Frauen, die von einer dreifachen Unsichtbarkeit betroffen sind: Als Kommunistinnen, Frauen und in weiterer Folge als Ex-Parteimitglieder. In der Arbeit werden nicht nur die Rahmenbedingungen politischer Aktivität im Rahmen der KPÖ (insbesondere für Frauen) ausführlich behandelt, sondern es werden auch mit Hilfe fünf ausführlicher Interviews Beispiele für politische Aktivität nach der KPÖ vorgestellt. Damit bewegt sich die Untersuchung in einem bislang wissenschaftlich kaum erforschten Bereich – eine Garantie für spannende neue Erkenntnisse!

Di, 8.6. 20 Uhr // Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

Zur Seite des Verlags hier

4.6.: Free Gaza from Hamas!

Die Gruppe AuA! ruft auf zur Beteiligung an der „Free Gaza from Hamas“-Kundgebung am Freitag den 4. Juni am Stock-im-Eisen-Platz. Als Resultat der antisemitischen Artikulationen in den letzten Tagen ist es eine bittere Notwendigkeit, ein entsprechendes politisches Gegengewicht zu formulieren. Besonders die Ereignisse rund um die erste „Friedensdemo“ am Dienstag sowie weitere Übergriffe auf (vermeintliche) Jüd_innen in Wien bestärken die Wichtigkeit der Teilnahme an dieser Kundgebung.
Vermeintlich linke Gruppen, die sich zeitgleich an der Oper treffen, um mit Nationalist_innen und Islamist_innen zusammen gegen die Existenz des jüdischen Staates zu demonstrieren, sind an ihren Taten zu messen und deshalb sicher kein Teil einer emanzipatorischen Bewegung.

In diesem Sinne:
Free Gaza from Hamas!
Freitag, 4. Juni 2010, 15:00 Uhr / Stock-im-Eisen-Platz, 1010 Wien

http://freegazafromhamas.wordpress.com/

12.6.: Good Night Daddy’s Pride

Good Night Daddy's Pride

Am 12. Juni findet in Wien die internationale „Daddy’s Pride“ statt. Hinter der sich nach außen harmlos gebenden „Väterrechtsbewegung“, die den Umzug veranstaltet, steckt aber eine reaktionäre Bewegung die in erster Linie antifeministisch und frauenverachtend ist.
Zur Kritik eben dieser reaktionären Bewegung verfasste das Bündnis „Good Night Daddy’s Pride“ einen Aufruftext gegen die Väterrechtsdemo am 12.6.. Eine Gegendemo trifft sich um 11:00 Uhr (pünktlich) an der Rampe der Uni Wien.
Der Aufruf sowie weitere Informationen u.a. zur Gegendemo finden sich auf goodnightdaddyspride.blogsport.de

Zum Aufruftext:

Good Night Daddy’s Pride

Gegen patriarchale Väter, Trennungsopfer und heterosexistische Zustände

Der immer stärker werdende antifeministische Backlash, der sich vor allem gegen die feministischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte richtet, hat eine Gruppe von Männern hervorgebracht, die sich unter dem Label der „Väterrechtsbewegung“ organisieren. In diesem Kontext deklarieren sich Männer als pauschale Opfer, behaupten als „Trennungsopfer“ ganz unschuldig von ihren „bösen“ Frauen finanziell ausgebeutet zu werden und dabei keinerlei Rechte „am Kind“ zu haben. Diese Männer bezeichnen sich in Analogie zum verhassten Feminismus als Maskulisten, organisieren sich in Vereinen und Parteien und kämpfen für die „wahre Gleichberechtigung“ aller Männer.
Die stärkste Ausprägung der Männerrechtsbewegung, die seit langem vor allem in den USA, Kanada, Australien, Großbritannien oder Frankreich durch spektakuläre Aktionen oder militantes Auftreten gegen Richter*innen, Feministinnen oder Politiker*innen für Aufsehen sorgt, ist die sogenannte „Väterrechtsbewegung“. Insbesondere durch die „verweiblichte“ Justiz fühlen sie sich benachteiligt und als „Zahlväter“ missbraucht.
Am 12. Juni wollen Vertreter1 dieser zutiefst frauen- und auch kinderfeindlichen Gruppierungen im Rahmen einer europaweiten Daddy’s Pride in Wien auf die Straße gehen um ihre antifeministischen Forderungen kundzutun.
Wir rufen dazu auf, dieser reaktionären Bewegung entschlossen entgegenzutreten!
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