Archiv der Kategorie 'Aufrufe / Termine'

[DI:Day] 11.1: Know your rights! Rechtshilfeworkshop für neue und alte AktivistInnen

Der WKR-Ball steht wieder ins Haus und somit die alljährlichen antifaschistischen Proteste gegen das braune Auftanzen in der Hofburg. Wir wollen die Mobilisierungsphase nutzen und unser Wissen rund ums Thema Rechtshilfe aufzufrischen und/oder neuen AktivistInnen basics vermitteln. Was darf die Polizei bei Vorfeldkontrollen, wohin mit meinem Handy, Kessel, Schlagstockeinsatz, Tränengas, was mache ich bei einer Festnahme, sind schwarze Schals ein Verstoss gegen das Vermummungsverbot, wie kann die Polizei Kundgebungen auflösen, welchen Zweck hat eigentlich Aussageverweigerung und warum machen Bezugsgruppen nicht nur auf Demos sondern auch in anderen, repressionsgeprägten Zeiten Sinn?

Wir werden uns austauschen, diskutieren, vortragen und uns rechtlich ein bisschen gemeinsam gegen Polizeiwillkür und Repression stark machen!

Dienstag 11.1/ab 20 Uhr
Wipplingerstrasse 23

12.11.: Männer, Macker, Militanz oder: Ein rosa Sternchen macht noch keine Revolution!

Männer, Macker, Militanz

AG Mili tanzt!
präsentiert in Kooperation mit der autonomen antifa [w]

12.11.10 // 19 UHR // Depot
Das Depot – Raum für Kunst und Diskussion // Breite Gasse 3 // 1070 Wien

Männer, Macker, Militanz
oder
Ein rosa Sternchen macht noch keine Revolution!

Welcher Bildsprache bedienen sich antifaschistische Aufkleber und Plakate, was soll dadurch vermittelt werden und ist Militanz auf der Straße oder in der Sprache ein männliches Phänomen, das es als mackerhaft zu entlarven gilt? Was wird unter Militanz verstanden und welche Rolle spielt sie in Zeiten wie diesen in emanzipatorischen Kämpfen überhaupt noch?

Sind auch Feministinnen für militante Aktionen zu gewinnen und wenn ja, dekonstruiert ihre Beteiligung die Zuschreibung von Gewalt und Aggressionen als vermeintlich männliche Eigenschaften? Wie verhält es sich mit emanzipatorischen Bestrebungen im Spannungsfeld von Differenzfeminismus und Queer Theory, wenn plötzlich Frauen im schwarzen Block als „zum Feind übergelaufen“ oder als Quoten-/Alibifrauen bezeichnet werden? Was bringt es, wenn Feministinnen in Antifagruppen (männliche) Selbstreflexion und gendersensibles Verhalten einfordern, dieses jedoch bei Lippenbekenntnissen stehen bleibt und keine emanzipatorische Praxis erkennbar wird? „Verqueeren“ uneindeutige, weil geschlechtlich nicht klar zuordenbare, Bilder von radikalen Aktionen unsere Vorstellungen vom harten, männlichen Streetfighter oder reichen rosa Sternchen auf Aufrufplakaten, um der feministischen Kritik an „Antifa Hooligans“ entgegenzuwirken? Warum finden Parolen wie „Wir nehmen das Neuner-Eisen!“ breiten Zuspruch in der Szenelinken und warum werden
„Schwanz ab“-Rufe als unsolidarisch und gewaltverherrlichend abgelehnt?

Wir werden vortragen, Bildchen ankucken, Fragen aufwerfen und diskutieren!

Wir freuen uns über rege Beteiligung und wollen wieder einmal die eigene Kritik an vermeintlich „männlichen“ Aktionsformen gründlich hinterfragen und zu vielfältigen und eigensinnigen Widerstand aufrufen!

Do. 28.10.: „Der Freiraum, den wir meinen…“

Anhand des Textes “Der Freiraum, den wir meinen …” im Nachbereitungsreader der Gruppen autonome antifa [w] und Aua! wollen wir über das Verhältnis von theoretischer wie praktischer Gesellschaftskritik und Freiraum-Konzepten diskutieren. Da viele dieser Konzepte unserer Meinung nach aus einer allgemein-linken Perspektivlosigkeit resultieren, werden wir zunächst auf Kritik an kapitalistisch-bürgerlicher Vergesellschaftung eingehen, um anhand dessen anschließend die praktischen Auswirkungen auf die Freiraum-Konzepte – speziell in Wien – zu diskutieren.
Warum die Unterscheidung verschiedener Freiraum-Konzepte wichtig ist und welche Kritikansätze es gibt, kann im Rahmen der Veranstaltung ebenso diskutiert werden wie Kritik, Fragen und Ergänzungen.

Donnerstag, 28.10.2010., 20 Uhr
Im Rahmen des Politdiskubeisls, Medienwerkstatt – 2. Stock im EKH
Wielandgasse 2-4, 1100 Wien

Freiraum-VA

[9.10.] … NATIONALE.SCHULTERSCHLÜSSE.BRECHEN

Nationale Schulterschlüsse brechen!

Gegen den rechtsextremen Burschenschafterkommers und deutschnationale Landesfeierlichkeiten

Am 10. Oktober 2010 jährt sich zum 90. mal die Kärntner Volksabstimmung über den Verbleib Südkärntens bei Deutsch-Österreich. Nach dem Plebiszit setzte sich die Kärntner Landesregierung das Ziel, die slowenische Volksgruppe vollständig zu assimilieren bzw. eliminieren. Den Höhepunkt erreichte dieses wahnhafte Projekt in der Deportation von 917 slowenischsprachigen Menschen in deutsche Arbeitslager während des Nationalsozialismus. Die hinter dem 10. Oktober stehende völkische Grenzlandsideologie ging nahtlos im Nationalsozialismus auf, wurde doch der 10. Oktober nach dem Anschluss erstmals zum Landesfeiertag proklamiert. Der Abwehrkampf wirkt als ein Code, mit dem in Wirklichkeit auf dem Nationalsozialismus, oder zumindest seinen Anfängen, positiv Bezug genommen werden kann. (mehr…)

[Di:Day] Präsentation & Diskussion des WKR-Ball-Nachbereitungsreader

DiDay Okt