Archiv für Mai 2010

12.6.: Good Night Daddy’s Pride

Good Night Daddy's Pride

Am 12. Juni findet in Wien die internationale „Daddy’s Pride“ statt. Hinter der sich nach außen harmlos gebenden „Väterrechtsbewegung“, die den Umzug veranstaltet, steckt aber eine reaktionäre Bewegung die in erster Linie antifeministisch und frauenverachtend ist.
Zur Kritik eben dieser reaktionären Bewegung verfasste das Bündnis „Good Night Daddy’s Pride“ einen Aufruftext gegen die Väterrechtsdemo am 12.6.. Eine Gegendemo trifft sich um 11:00 Uhr (pünktlich) an der Rampe der Uni Wien.
Der Aufruf sowie weitere Informationen u.a. zur Gegendemo finden sich auf goodnightdaddyspride.blogsport.de

Zum Aufruftext:

Good Night Daddy’s Pride

Gegen patriarchale Väter, Trennungsopfer und heterosexistische Zustände

Der immer stärker werdende antifeministische Backlash, der sich vor allem gegen die feministischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte richtet, hat eine Gruppe von Männern hervorgebracht, die sich unter dem Label der „Väterrechtsbewegung“ organisieren. In diesem Kontext deklarieren sich Männer als pauschale Opfer, behaupten als „Trennungsopfer“ ganz unschuldig von ihren „bösen“ Frauen finanziell ausgebeutet zu werden und dabei keinerlei Rechte „am Kind“ zu haben. Diese Männer bezeichnen sich in Analogie zum verhassten Feminismus als Maskulisten, organisieren sich in Vereinen und Parteien und kämpfen für die „wahre Gleichberechtigung“ aller Männer.
Die stärkste Ausprägung der Männerrechtsbewegung, die seit langem vor allem in den USA, Kanada, Australien, Großbritannien oder Frankreich durch spektakuläre Aktionen oder militantes Auftreten gegen Richter*innen, Feministinnen oder Politiker*innen für Aufsehen sorgt, ist die sogenannte „Väterrechtsbewegung“. Insbesondere durch die „verweiblichte“ Justiz fühlen sie sich benachteiligt und als „Zahlväter“ missbraucht.
Am 12. Juni wollen Vertreter1 dieser zutiefst frauen- und auch kinderfeindlichen Gruppierungen im Rahmen einer europaweiten Daddy’s Pride in Wien auf die Straße gehen um ihre antifeministischen Forderungen kundzutun.
Wir rufen dazu auf, dieser reaktionären Bewegung entschlossen entgegenzutreten!
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