Archiv für November 2008

Kein 1. Mai-Aufmarsch der NVP – weder in Linz, noch anderswo!

Wir unterstützen die Aussendung Linzer und österreichweiter antifaschistischer Initiativen und Zusammenhänge gegen den 1. Mai-Aufmarsch der NVP in Linz:

Kulturhauptstadt des Führers?

Neonazis rufen am 1.Mai 2009 zu einer Kundgebung in Linz auf

Herbst 2008: die wiedererstarkte extreme Rechte (FPÖ und BZÖ) erhält bei der Nationalratswahl knapp 30% der Stimmen; nach dem Tod Jörg Haiders erfolgt von Seiten politischer Repräsentant_innen und der politischen Mitte die Stilisierung eines international als rechtsextrem angesehenen Kopfes des BZÖ zum väterlichen Volkshelden und Märtyrer und trotz besseren Wissens zum anerkannten politischen Gegner; linke Strukturen (Wien und Wels) und Konzertveranstaltungen (Braunau) werden wieder vermehrt zum Ziel rechtsextremer Angriffe; das Mitglied der schlagenden und vom DÖW als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft „Olympia“, Martin Graf, wird zum dritten Nationalratspräsidenten gewählt; führende Köpfe des Bundes Freier Jugend werden vom Vorwurf der NS-Wiederbetätigung freigesprochen;

1.Mai 2009: gestärkt und motiviert durch die oben angesprochene Entwicklung will die neonazistische Bewegung nun auch offen auf der Straße Präsenz zeigen; so ruft die „Nationale Volkspartei“ (NVP) unter dem Motto „frei-sozial-national: gegen Globalisierung und Kapital“ zu einer Kundgebung in Linz auf; (mehr…)

Burschenschafter in Österreich: Skurrilo-Truppe, Nazis mit Latinum oder völkische Avantgarde?

Vortrag im Rahmen des PolitDiskuBeisels
Donnerstag, 13.11.2008, 20 Uhr
EKH, Wielandgasse 2-4, Wien 10

Dass Burschenschafter keine Freunde sind, ist in der (nicht nur radikalen) Linken unbestritten. Inwieweit aber sind sie für Antifaschist_innen einer besonderen Beschäftigung wert – zumal in einem Land mit einer vielfältigen extremen Rechten, gleich zwei Parteien, die diese im Nationalrat repräsentieren, einigen weiteren, die sich seit Jahren sukzessive an jene angleichen und einer horrenden Bevölkerungsmehrheit, die derlei Gesocks in Parlamente entsendet?

Der Vortrag versucht, über bloßes Name-Dropping völkisch-korporierter Promis (Gerd Honsik, Heinz Strache, Jörg Haider, Martin Bartenstein, …) hinaus die Rolle von Burschenschaftern in der und für die rechtsextreme Szene in Österreich herauszuarbeiten. Zentrale Themen werden folglich die Entwicklung des Verhältnisses von deutschnationalen Verbindungen und FPÖ (mit Schwerpunkt auf die aktuelle Situation) und die Schnittmengen von Korporiertenszene und Neonazismus sein.

Niemals Vergessen!

In den Jahren 1939--1942 wurden vom ehemaligen Aspangbahnhof zehntausende österreichische Jüdinnen und Juden deportiert und kehrten nicht mehr zurück

Mahnwache und Kundgebung
Sonntag, 9. November 2008 – 15:00 Uhr


Ort: Antifaschistischer Gedenkstein vor dem ehemaligem Aspangbahnhof
(1030 Wien, Aspangstraße 2/Platz der Deportierten)

Gegen Antisemitismus und den antizionistischen Konsens!

Das ist dieses Jahr, von dem man reden wird.
Das ist dieses Jahr, von dem man schweigen wird.

Bertold Brecht (mehr…)