Spontane Zivilcourage vertreibt rechte Burschenschafter

Von „Die Jüdische“: Link zum Artikel

Etwa 100 Personen des linken Spektrums versammelten sich heute vor dem Hauptportal der Universität Wien zu einer Kundgebung gegen deutschnationale Burschenschaften.

Gemeinsam mit weiteren Gruppen riefen die OrganisatorInnen der „Autonomen Antifa“ die Universitätsleitung dazu auf, konsequenter gegen die im rechtsextremen Milieu agierenden Verbindungsstudenten aufzutreten und ihr allwöchentliches Stelldichein zu unterbinden.

Eine Sprecherin wies in einem Redebeitrag darauf hin, dass es auch die Pflicht von Studierenden selbst sei, couragiert gegen die geschichtsrevisionistischen und antifeministischen Haltungen der Burschenschaftler aufzutreten.

Neben Musik und Redebeiträgen der Autonomen Antifa und der Rosa Antifa Wien, wurde auf Infotafeln über verschiedene antifaschistische Themen und Ereignisse berichtet sowie mit zahlreichen Flugblättern auf die personellen Überschneidungen von Studentenverbindungen zur österreichischen Neonaziszene aufmerksam gemacht.

Spontan formierte sich ein Demonstrationszug in den Arkadenhof der Universität als dort am so genannten „Siegfriedskopf“ etwa 25 Korporierte auftraten. Diese sahen sich genötigt das Gelände zu verlassen, was die VeranstalterInnen als Erfolg werteten. Der Protest verlief friedlich.

Ein Sprecher der „AuA“ nannte die Kundgebung im Anschluss „überaus zufriedenstellend“, da es gelungen sei, die Aufmerksamkeit der BesucherInnen der Parallelveranstaltung „Semesterstart@Aula“ zu gewinnen und diese zu informieren.

Zudem sei erneut der Universitätsleitung und den Verbindungsstudenten selbst gezeigt worden, dass es eine überaus gut informierte und engagierte Gegenöffentlichkeit zur Tradition des Schweigens über rechte Gesinnungen und Zusammenhänge gebe.