Archiv für März 2008

Gedenkkundgebung für die von rechtsextremer und faschistischer Gewalt nach 1945 Betroffenen

Am 31. März 1965 fand eine antifaschistische Demonstration gegen den antisemitischen Universitätsprofessor Taras Borodajkewycz statt. Am Rande dieser Demonstration wurde der KZ-Überlebende und Antifaschist Ernst Kirchweger von dem Neonazischläger Günther Kümel niedergeschlagen und verstarb an den Folgen der Verletzungen.

Gewaltsame Übergriffe von Rechtsextremen und FaschistInnen sind nicht Geschichte – sie haben Kontinuitäten und sind allgegenwärtig!

Erinnert sei hier an den Bombenanschlag der 1995 in Oberwart vier Roma das Leben kostete. 2006 wurde ein Punk in Lindau/Bodensee von drei Vorarlberger Skinheads beinahe tot geprügelt. Alleine der diesjährige Rassismus-Report von ZARA dokumentiert im vergangenen Jahr 831 gemeldete, rassistische Übergriffe in Österreich.

Auch in anderen Städten Europas macht sich rechtsextreme Gewalt wieder vermehrt bemerkbar.
So wurden alleine im Jänner 2007 sieben Personen von Neonazis in Moskau getötet.
Am 11.11.2007 wurde in Madrid der antifaschistische Redskin Carlos und in der Nacht vom 18. auf den 19.01.2008 in Pribram (Tschechien) der 18jährige Jan Kucera von Faschisten erstochen. Das „Institute of Race Relations“ veröffentlichte eine Dokumentation, aus der hervorgeht, dass zwischen Februar 2003 und Dezember 2007 in Großbritannien 33 Menschen aus rassistischer Motivation ermordet wurden.
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Rechtswalzer

Zwei Monate ist es nun her, dass sich am Ball des Wiener Korporationsrings die deutschnationale Verbindungsstudent*innenszene ein Stelldichein gab, während Demonstrant*innen in den Straßen Wiens die Exekutive in Atem hielten. Nachdem Starbucks seine Scheiben neu verglast und die Apologetenfront um Andreas Mölzer sich den Geifer vom Kinn gewischt hat, nehmen wir uns Zeit für ein kurzes Resumé: Wogegen wurde da eigentlich protestiert – und war das wirklich nötig?

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Aufarbeitung der Gegenwart? Fehlanzeige.

Für Universitätsrektoren und andere (halb-)staatliche Würdenträger bieten die „dunklen Kapitel“ der Vergangenheit einen entscheidenden Vorteil: Mit ihnen vermag auch trefflich sich „auseinanderzusetzen“, wer die Augen vor historischen Kontinuitäten bis ins Heute nur allzu gern verschließt. Eine Intervention der AuA zum „Rektorstag“ 2008, die sich in Flugblattform unter das Festgetümmel gemischt hat.

Feuer und Flamme dem Patriarchat!

Anlässlich des 8.März, dem weltweiten FrauenMädchenLesben Kampftag, findet kommenden Samstag 8. März um 14 Uhr am Westbahnhof (Ecke Innere Mariahilfer Straße / Mariahilfer Gürtel) die alljährliche FrauenLesben(only!)-Demo statt. Den Aufruf, der vielfältigste Themen und Strukturen des patriarchalen Normalzustands auf- und angreift, findet ihr HIER.