Archiv für Oktober 2007

Sind wir nicht alle ein bisschen… Macho?

Über Männerkulte, Mackertum und Frauen in der Antifa.
von der Antifahenne*

Es stellt wahrlich keine Neuheit dar, dass Frauen in linken Gruppen unterrepräsentiert sind oder sogar eine Minderheit ausmachen. Dass auch in Antifa-Zusammenhängen hierzulande kaum Frauen anzutreffen sind, hat nicht zuletzt auch mit dem gängigen Verhalten ihrer männlichen Mitkämpfer zu tun. (mehr…)

„Durch Reinheit zur Einheit“ – Zum deutschnationalen Korporationswesen in Österreich

(Das vollständige Dokument gibt es als PDF layoutiert und mit Quellenangaben am Ende der Seite oder unter „Materialien“)

Heribert Schiedel / Martin Tröger

Der Jahreslagebericht 1994 des Innenministeriums erwähnt „zwei Wiener und eine Innsbrucker Burschenschaft (…) als Kaderschmiede nationaler und rechtsextremer Gesinnung“ . Im Bericht 1999 heißt es, dass von mehreren österreichischen Burschenschaften „ein unterschwelliger und verklausulierter Rechtsextremismus ausgeht. Die Agitation dieser Studentenverbindungen lässt auch den Versuch erkennen, auf Umwegen eine gewisse Akzeptanz für nationalsozialistisches Gedankengut zu schaffen.“ Und ein Jahr später kündigen die Behörden ebendort an, dass der von mehreren „Burschenschaften unterschwellig ausgehenden rechtsextremen Ideologieverbreitung (…) im Sinne des Sicherheitspolizeigesetzes weiterhin besonderes Augenmerk zugewendet (wird).“ Laut Hamburger Verfassungsschutz scheinen innerhalb des deutsch-österreichischen Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB) jene „Kräfte an Gewicht zu gewinnen, die eine starke Affinität zum nationalistischen Lager aufweisen“ . Erwähnung findet in diesem Zusammenhang die Wiener akademische Burschenschaft (aB!) Olympia. Auch der Historiker Michael Gehler kommt zum Schluss, dass Österreichs Burschenschaften in Teilen von einer „bis ins Neonazistische reichenden Gesinnung“ geprägt sind. (mehr…)

Gendermainstreaming im Deutschnationalismus

Zur Frage, ob auf der Uni küftig auch Burschenschafter mit Binnen-I geschrieben werden sollte?

Deutschnationalismus stellt an der Uni Wien wahrlich kein neues Phänomen dar. Durch „politische“ Veranstaltungen im universitären Bereich sorgen Burschenschafter (1) seit vielen Jahren für Aufsehen und stoßen in linken Uni-Kreisen seit geraumer Zeit auf massiven Protest. Weniger sichtbar waren und sind bis jetzt wohl jene Frauen, meist Freundinnen, Töchter, Schwestern und Ehegattinnen der „Burschis”, die sich in der deutschnationalen Mädelschaft „Freya” zusammenfinden.
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Zusammenfassung des Aktionswochenendes in Österreich

Ein warmes politisches Wochenende für Österreich in dieser herbstlichen Zeit.
Eine Hausbesetzung in Graz, eine Solibesetzung in Linz, eine Transpiaktion in Salzburg, ein Aktionstag gegen den (Burschenschafter-)Turmkommers in Linz und eine Demonstration für Bleiberecht in Frankenburg.
Der Versuch einer Zusammenfassung:

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Ist schon wieder Fasching?

„Ist schon wieder Fasching?“ …

… magst Du Dich fragen, wenn Du der Gestalten ansichtig wirst, die sich jeden Mittwoch mittags um 12 auf der Rampe der Uni Wien versammeln. Die mit den bunten Kapperln und Bändern mögen mit ihren Gesichtsverstümmelungen und der eigenwilligen Kostümierung zwar spontan eher Mitleid oder Amusement hervorrufen denn Abscheu – in Wahrheit ist ihr Treiben aber gar nicht zum Lachen. (mehr…)